Sonntag, 23. Dezember 2012

Ihr Lieben da draußen ...



… Euch und Euren Familien wünsche ich ein friedliches Weihnachtsfest 2012, mit ein paar Tagen Ruhe, Zeit füreinander und miteinander. Zeit, den Geruch von Tannenreis zu riechen, mit hochgelegten Beinen am Ofen zu sitzen, einen Kakao oder einen Glühwein zu trinken und dazu Plätzchen zu essen.

Ich wünsche euch die Zeit, einfach mal für ein paar Momente nichts tun zu müssen, keine Anforderungen zu erfüllen, ein Augenblick, in dem mal einfach nur ihr selbst seid, denn etliche unter Euch haben dieses Jahr mehr Kraft gelassen, als sie eigentlich hatten. 

Vor allem den Familien, in denen dieses Jahr zu Weihnachten ein Platz am Tisch leer bleibt, weil sie einen lieben Menschen verloren haben: Fühlt euch ganz besonders umarmt.

Dass ihr alle gut in 2013 ankommt, wünscht euch

Eure Nel


Montag, 15. Oktober 2012

Nebenherskizze


 Ein kleines Harmony-Lebenszeichen in Rot - Blau - Grün aus meinem digitalen Skizzenbuch.

Sonntag, 2. September 2012

Bulwer-Lytton-Gedächtnisbeitrag

't was a dark and stormy night …
as clichéd as they come
- but what a moon, what a sight!


Man möge mir verzeihen, dass ich jetzt auch in „fremden Zungen“ dichte. Da es mir ja bisweilen schon gelingt, meine Mitmenschen schon in Deutsch mit einem gut gezielten Reim in die Flucht zu schlagen. Aber mir war gerade so viktorianisch zumute. Liegt vermutlich am Mond. 

Edward Bulwer-Lytton ist der Urheber dieses Klassikers unter den ersten Sätzen blumigster Literatur. Seinen „Paul Clifford“ beginnt der Baron mit: 
Es war eine dunkle, stürmische Nacht, der Regen fiel in Strömen und ließ nur dann von Zeit zu Zeit nach, wenn er von einem heftigen Windstoß unterbrochen wurde, der durch die Straßen heulte [...]
Aber was sage ich – „begann“? Einfach anzufangen, das wäre ja höchst unviktorianisch und geht ja mal gar nicht. Also: Nach etlichen Vorwörtern und Erläuterungen steigt Bulwer-Lytton mit der legendären dark and stormy night in sein erstes Kapitel ein. 

Als ob an hellen, sonnigen Tagen grundsätzlich nichts geschieht, haben mit einer dunklen, stürmischen Nacht zahlreiche Dichter und Denker ihre Geschichten eröffnet. Und noch mehr sind an der Zahl, deren Werke man weder als Dichtung noch als Denkung bezeichnen möchte. 

Einer, der damit davonkommt, weil er der klassischen Bulwer-Lytton-Eröffnung seine ureigene Note gibt, ist Terry Pratchett in Mummenschanz:
Wind heulte. Gewitter prasselte und krachte über den Bergen. Blitze tasteten über die Gipfel wie ein alter Mann, der versuchte, einen widerspenstigen Brombeerkern aus seinem Gebiss zu entfernen.
Man sagt aber, das Wetter soll bald besser werden.


Montag, 6. August 2012

Die üblichen Verdächtigen

Bei Familie Blu taucht immer wieder die Frage auf, "wer da nachts wohl ..." - so entstand ein neues Hobby: die Wildbeobachtung. Die Überwachungskamera darf aus rechtlichen Gründen nur das eigene Grundstück filmen, aber auch da gibt es nächtens reiche Videobeute, selbst wenn man nur die Terrasse anvisiert. Und sei es, dass man eine halbe Stunde Filmmaterial hat vom Kater, der auf der Ecke sitzt und sich putzt.

Diesmal ging es um die Ostterrasse, genau gesagt um das Fallobst, das abends dort zu liegen kam, und von dem morgens nur noch der Stein da war. 

Der Standort bestimmt, die Kamera scharf gemacht. 

Wer würde nachts auftauchen und das Obst wegrüsseln?

Hier sind die beiden:

Damit sind die Nachbarskatzen weitgehend rehabilitiert. Allerdings haben haben wir sie wegen eines ganz anderen Mundraubs in Verdacht. Der Kamera-Assistent kam nämlich am frühen Morgen und reklamierte einen leeren Futternapf.

Sonntag, 1. Juli 2012

Aufatmen

Mein Deal mit Petrus hat zur Bedingung, dass ich nicht übers Wetter meckere. Punkt. Das mach ich auch jetzt nicht. Nur in den letzten Tagen hatte ich drüber nachgedacht, mir eine Sondergenehmigung zu holen und wenigstens ein bisschen zu jammern. Von Natur aus bin ich ja ein Hitze-aus-dem-Weg-Geher, und ein leises Wimmern wäre der passende Soundeffekt zum schlaff in der Ecke hängen gewesen.

Ich bedanke mich daher in aller Form für das hier:


Ein Sonderapplaus gilt dem Gewitter, das nur ein starkes Gewitter war und uns von Risiken und Nebenwirkungen verschont hat.

Meckern wird vertagt. Weitermachen!