Montag, 6. August 2012

Die üblichen Verdächtigen

Bei Familie Blu taucht immer wieder die Frage auf, "wer da nachts wohl ..." - so entstand ein neues Hobby: die Wildbeobachtung. Die Überwachungskamera darf aus rechtlichen Gründen nur das eigene Grundstück filmen, aber auch da gibt es nächtens reiche Videobeute, selbst wenn man nur die Terrasse anvisiert. Und sei es, dass man eine halbe Stunde Filmmaterial hat vom Kater, der auf der Ecke sitzt und sich putzt.

Diesmal ging es um die Ostterrasse, genau gesagt um das Fallobst, das abends dort zu liegen kam, und von dem morgens nur noch der Stein da war. 

Der Standort bestimmt, die Kamera scharf gemacht. 

Wer würde nachts auftauchen und das Obst wegrüsseln?

Hier sind die beiden:

Damit sind die Nachbarskatzen weitgehend rehabilitiert. Allerdings haben haben wir sie wegen eines ganz anderen Mundraubs in Verdacht. Der Kamera-Assistent kam nämlich am frühen Morgen und reklamierte einen leeren Futternapf.

Sonntag, 1. Juli 2012

Aufatmen

Mein Deal mit Petrus hat zur Bedingung, dass ich nicht übers Wetter meckere. Punkt. Das mach ich auch jetzt nicht. Nur in den letzten Tagen hatte ich drüber nachgedacht, mir eine Sondergenehmigung zu holen und wenigstens ein bisschen zu jammern. Von Natur aus bin ich ja ein Hitze-aus-dem-Weg-Geher, und ein leises Wimmern wäre der passende Soundeffekt zum schlaff in der Ecke hängen gewesen.

Ich bedanke mich daher in aller Form für das hier:


Ein Sonderapplaus gilt dem Gewitter, das nur ein starkes Gewitter war und uns von Risiken und Nebenwirkungen verschont hat.

Meckern wird vertagt. Weitermachen!

Samstag, 30. Juni 2012

Erwischt!

Irgendwann fängt man sich an zu fragen, wer nächtens - ohne Dürfschein! - die Terrasse umdekoriert. Dem Ergebnis nach musste es ein ziemlich bekifftes Heinzelmännchen ohne gestalterisches Talent gewesen sein. Umgeworfene Blumentöpfe, angefressene Gartenschuhe, dekorativ in die Landschaft verteilte Kaffeefilter aus dem Komposteimerchen ...

Und nein, es war nicht die Katze.

Papa Blu hatte die Faxen dicke, und so wurde eine Überwachungskamera zur Wildtierbeobachtung angeschafft.

Schon in der ersten Nacht ist der Terrassenanarchist in die Fotofalle gegangen:


 Ich glaube, wir haben gute Voraussetzungen für ein richtiges Biotop. ;-)

Samstag, 2. Juni 2012

Mut zur Skizze

Ich könnte behaupten, es ist sehr, sehr lang her. In Wirklichkeit aber habe ich erst im Oktober die letzte Zeichnung gemacht. Zeichnung hier: analog, von Hand, mit Bleistift. Wohlmeinende Menschen haben mir ein Skizzenbuch geschenkt, um mich von meiner Pferdelosigkeit abzulenken. "Du konntest das früher doch mal ganz nett. Mal doch einfach wieder was."

Anders als bei Textskizzen fällt es mir beim Zeichnen schwer, den ersten Strich aufs weiße Blatt zu setzen. Daher habe ich in diesem Skizzenbuch erst ein paar Seiten in Anspruch genommen. Aber heute habe ich etwas für mich entdeckt, was möglicherweise der Anfang eines digitalen Skizzenbuchs werden kann. Quasi ein digitaler Malblock, bei dem man kein Papier verschwendet, wenn man sich mal verhaut.

Die Anwendung heißt "Harmony", ist eine Webanwendung, und das ist mein erster (ernstgemeinter) Versuch: 


 
Kunst! Ich hab Kunst gemacht! :-D

Ich hab die Funktion "Shaded" benutzt und nicht mit der Maus gezeichnet, sondern eigens das Grafiktablett hervorgekramt.

Ja, ich bin recht stolz darauf. Nicht so stolz, dass ich mit dem Ding gleich zum nächsten Tätowierer rennen würde, um es für die Ewigkeit an mir herumzutragen, aber ich glaube, gerahmt und aufgehängt gehört es schon.

Nachtrag: Es ist noch eine weitere Skizze hinzugekommen, die habe ich allerdings an Max verschenkt.

Montag, 14. Mai 2012

Pause fürs Hirn


Hin und wieder braucht der Denkapparat eine Pause. Ich bemerke das immer dann, wenn die Gedankenknoten nicht mehr speziell dem Schreiben zuzuordnen sind, sondern sich auf den ganzen Alltag ausbreiten. Dem Hirn, sonst so auf Wörter versessen, muss ich in diesen Zeiten gestatten, nur noch zu funktionieren. Sonst halte ich es nämlich mit mir selbst nicht mehr aus. 

Natürlich muss ich die Aufgaben anpassen. Denn mit ohne Hirngebrauch unnütz herumsitzen mag ich auch nicht. In solch einer Phase ist es für mich das Höchste, Routine abzuspulen: Die Stallarbeit zum Beispiel kann mein Körper alleine. Wie im Computerspiel steuere ich mich per "nimm Rechen", "benutze Rechen mit Stroh", "nimm Stallboy", "benutze Stallboy mit Pferdeäpfeln", "geh zur Schubkarre". Ansonsten herrscht Ruhe unter der Schädeldecke – herrlich!

Mama und Papa Blu haben nicht schlecht gestaunt, als ich mich am Wochenende über die Spontan-Lieferung Brennholz gefreut habe – im Gegensatz zu ihnen. Aber die Aussicht auf zwei Stunden Monotasking ... wenig ist's, was ein Kinderherz erfreut. ;-)


Noch schnell die Funktionen einprogrammiert, und dann geht’s los. Mit dem leeren Korb zu dem Holzhaufen im Hof, zwei – vier – sechs – acht – Scheite in den Korb. Mit dem vollen Korb in den Heizkeller, vollen Korb abstellen, leeren Korb mitnehmen, zurück.

Eine besondere Belohnung gibt es zum Schluss. Das aufgesetzte Holz ergibt noch eine meiner geliebten Zufallsgrafiken aus dem Alltag.