Manchmal passiert es mir, dass ich ein
Bild mache, ohne lang darüber nachzudenken. Dann fällt mir auf,
dass es vielleicht ein besseres Bild ergäbe, wenn ich mir doch ein
paar Gedanken mache: die Automatik ausschalten, vielleicht die
Belichtungszeit etwas verändern oder doch ein anderer Winkel? Ein
anderer Bildausschnitt? Mit Blitz, ohne Blitz?
Es lebe das digitale Zeitalter, Nullen und Einsen sind geduldig und billig ... So entstehen aus diesen Experimenten ganze Bildreihen. Natürlich ist viel Ausschuss dabei.
Hier bin ich aber froh, dass ich mir nachträglich noch Gedanken gemacht habe. Dass ich am Ende des "Shootings" im Herbstwald auf dem Bauch lag und von Spaziergängern in aller Ausführlichkeit kommentiert wurde, tut mir nicht im Geringsten leid. ;-)
Das hier war der Schnellschuss:
Es lebe das digitale Zeitalter, Nullen und Einsen sind geduldig und billig ... So entstehen aus diesen Experimenten ganze Bildreihen. Natürlich ist viel Ausschuss dabei.
Hier bin ich aber froh, dass ich mir nachträglich noch Gedanken gemacht habe. Dass ich am Ende des "Shootings" im Herbstwald auf dem Bauch lag und von Spaziergängern in aller Ausführlichkeit kommentiert wurde, tut mir nicht im Geringsten leid. ;-)
Das hier war der Schnellschuss:
Zum Vergleich ein Bild aus der Reihe
mit längerer Belichtungszeit (damit das Wasser weniger "eingefroren"
aussieht) und mit anderem Bildausschnitt:
Leider scheint es, als wäre die Zeit
für ausgedehnte Spaziergänge mit Kamerabegleitung fürs erste
vorbei. Über Nacht hat sich kam der Regen, fand es hier schön und
blieb. Der Schwarzwald-Buntwald ist so pitschenass, dass ich mich
wohl nicht mehr für ein Bild auf den Boden legen werde.
Dem goldenen Oktober sage ich hiermit "Tschüs" und leihe mir dafür ein Gedicht von Heinrich Seidel[1]:
Regentag im Herbst
Still vom grauen Himmelsgrunde
Sprüht der sanfte Regenstaub –
Trüber Tag und trübe Stunde –
Thränen weint das rothe Laub;
Vom Kastanienbaum ohn' Ende
Schweben still die welken Hände.
Trübe Herbstesregentage:
Gerne wandr' ich dann allein,
Was ich tief im Herzen trage,
Leuchtet mir in hellem Schein;
In die grauen Nebelräume
Spinn' ich meine goldnen Träume.
Und so träum' ich still im Wachen,
Bis der Abend niedersinkt,
Und in all den Regenlachen
Sanft und roth sein Abglanz blinkt.
In der Nähe, in den Weiten:
Rosenschimmer bessrer Zeiten!
[1] Ich bin fündig geworden beim Projekt Gutenberg. Vielleicht nutzt ihr über den Winter auch einmal die Gelegenheit, dort durch die Klassiker zu stöbern ...
Dem goldenen Oktober sage ich hiermit "Tschüs" und leihe mir dafür ein Gedicht von Heinrich Seidel[1]:
Regentag im Herbst
Still vom grauen Himmelsgrunde
Sprüht der sanfte Regenstaub –
Trüber Tag und trübe Stunde –
Thränen weint das rothe Laub;
Vom Kastanienbaum ohn' Ende
Schweben still die welken Hände.
Trübe Herbstesregentage:
Gerne wandr' ich dann allein,
Was ich tief im Herzen trage,
Leuchtet mir in hellem Schein;
In die grauen Nebelräume
Spinn' ich meine goldnen Träume.
Und so träum' ich still im Wachen,
Bis der Abend niedersinkt,
Und in all den Regenlachen
Sanft und roth sein Abglanz blinkt.
In der Nähe, in den Weiten:
Rosenschimmer bessrer Zeiten!
[1] Ich bin fündig geworden beim Projekt Gutenberg. Vielleicht nutzt ihr über den Winter auch einmal die Gelegenheit, dort durch die Klassiker zu stöbern ...